Er hat gleichgesinnte Prenzlauer Bürger um sich geschart und startet heute eine große Unterschriftenaktion. In dieser Petition an die Stadt und den Landkreis Uckermark, der Gesellschafter in der GLG ist, wird der Erhalt des Krankenhauses einschließlich Geburtshilfe, Frauen- und Kinderheilkunde gefordert. Zugleich fordern die Initiatoren einen Neuanfang und Trägerwechsel, um den rasanten Abwärtstrend im Prenzlauer Krankenhaus unter der Trägerschaft der GLG zu beenden.
"Die GLG hat hier ein Ärztevertreibungsprogramm betrieben und sich stets hinter der Krankenhausplanung des Landes versteckt. Das können wir uns als Prenzlauer nicht bieten lassen. Wir sind Kreisstadt und fordern ein funktionsfähiges Krankenhaus", so Meyer. Der angestrebte Trägerwechsel sei die allerletzte Chance für das traditionsreiche Haus. "Sonst geht hier das Licht aus. Die Patienten stimmen mit ihren Füßen ab, die niedergelassenen Ärzte überweisen aus fachlichen Gründen woanders hin."
Ab morgen sammeln Meyer und seine Mitstreiter Unterschriften. Diese sollen dann im März im Kreistag und in der Stadtverordnetenversammlung den verantwortlichen Politikern übergeben werden. "Wir lassen uns nicht weiter einlullen von den Sprechblasen der GLG-Geschäftsführung, hier muss sich endlich etwas ändern", hofft der CDU-Politiker auf die breite Unterstützung der Bevölkerung. "Nur wenn wir Druck auf die Politik ausüben, wird sich etwas zum Guten verändern." Auf Potsdam oder Berlin oder gar die Solidarität anderer Krankenhäuser in der Uckermark oder im Barnim brauche man nicht zu hoffen. "Für unser Krankenhaus werden nur wir Prenzlauer etwas machen." Das Prenzlauer Krankenhaus brauche endlich wieder fachliche Kompetenz, die Patienten verlässliche Ansprechpartner.
Die Unterschriftenlisten würden ab sofort in Arzt- und Zahnarztpraxen, Geschäften, Fahrschulen oder beim Friseur ausliegen, informierte Andreas Meyer.
Quelle: Uckermark Kurier - Prenzlauer Zeitung, Wochenendausgabe vom 15.01.2011


